Der Angel Test 2016

Grundlagen des Angelns

Kann man denn nun in Deutschland einfach angeln gehen, oder benötige ich dazu einen Angelschein?

Grundsätzlich benötigt man in Deutschland einen Angelschein, um sich einen Erlaubnisschein für ein Angelgewässer zu kaufen. Jedoch gibt es Ausnahmen: Es gibt in Deutschland kleinere Forellenseen (oft auch mit Kapfen oder anderen Fischarten besetzt), welche auch ohne einen Landesfischereischein von jedem beangelt werden können. Oft sogar gar nicht weit vom eigenen Wohnort, hier gibt das Internet weiteren Aufschluss.

Welche verschiedenen Angelarten gibt es?

Das Angeln kann grob in vier Methoden unterteilt werden:

– Angeln mit der Pose
– Angeln auf Grund
– Spinnfischen
– Fliegenfischen

Wobei das Fliegenfischen einen ganz besonderen Reiz ausübt, da diese Angelei ein anderes Grundprinzip voraussetzt als die anderen genannten Methoden.

Angeln mit der Pose (Schwimmer)

Dies ist wohl die bekannteste Methode, die fast jeder schon einmal als Kind selbst ausprobiert hat. Das Prinzip basiert darauf, seinen Köder in einer bestimmten, zuvor eingestellten Tiefe mittels eines Auftriebskörpers zu präsentieren. Gleichzeitig erkennt man am Untergehen oder Aufsteigen des „Schwimmers“, wie die Pose auch im Volksmund bezeichnet wird, ob ein Fisch beißt, bzw. am Haken hängt. Möglich sind fast alle Fischarten mit der Pose zu überlisten, also Fried- und Raubfische.

Angeln auf Grund

Eine weitere herkömmliche Methode ist das Angeln mit einem Blei auf dem Grund des Gewässers. Viel zu sagen gibt es dazu eigentlich nicht, da der Köder durch das Blei direkt am Grund, bzw. in Grundnähe angeboten wird. Hier wäre zu erwähnen, dass es unterschiedliche Montagen gibt, bei welchen das Blei entweder fest an der Schnur ist (siehe Festbleimontage), oder die Schnur durch ein Blei frei durchgezogen werden kann (siehe Laufbleimontage). Natürlich gibt es für Speziallisten auch exotische Spezialmontagen auf Grund. Im Gegensatz zur Angelei mit der Pose hat das Angeln auf Grund bereits eine Einschränkung: Es können nur Fische gefangen werden, die sich in Grundnähe aufhalten, bzw. ihre Nahrung am Grund aufnehmen. Wobei auch das Fried- und Raubfische sein können.

Spinnfischen

Das Spinnfischen unterscheidet sich neben den zwei bereits genannten Angelmethoden auf Grund, bzw. mit der Pose in einer wichtigen Sache: es handelt sich um eine aktive Fischerei. Dies soll heißen, man wirft die Angel stets aus, um sie sofort wieder einzuholen, denn nur durch das Einkurbeln des Köders wird der Fisch gereizt überhaupt anzubeißen.
Beim Spinnfischen werden oft Kunstköder angeboten, wie z.B. Blinker, Spinner, Gummifische, Wobbler und vieles mehr. Die Auswahl ist so groß, dass hier wohl nur ein Bruchteil genannt werden könnte. Doch genau darin liegt letztendlich auch der Reiz für den Angler, denn je nach Größe, Ausführung und Art des Köders kann eine Vielzahl an unterschiedlichen Fischen gefangen werden, wobei hier meistens Raubfische eine Rolle spielen.

Fliegenfischen

Während bei allen zuvor genannten Angelmethoden das Gewicht, welches zum Werfen benötigt wird vom Köder selbst ausgeht, ist dies beim Fliegenfischen, oder Flugangeln nicht möglich. Beim Angeln mit der Fliege wird in der Regel der Zielfisch durch ein gekauftes, oder auch selbstgebundenes Fliegenimitat versucht zu überlisten. Da das Fliegenimitat kaum mehr als eine echte Fliege wiegt, lässt sich vorstellen, dass hier das Gewicht des Köders beim Wurf keine Rolle spielt. Hingegen kommt das Gewicht durch eine spezielle Schnur, mit deren Hilfe dann die Fliege fein auf der Wasseroberfläche (Trockenfliege), oder unter der Wasseroberfläche als Fliegenlarvenimitat (Nymphe) präsentiert wird.
Das spannende ist, dass der Köder je nach Jahreszeit, Gewässer, etc. variiert. Das bedeutet, dass sich der Angler anhand dessen, was sich unter den Steinen (Fliegenlarven etc.) befindet, bzw. in der Luft herumschwirrt (Mücken, Eintagsfliegen, etc.) orientiert.
Jedoch kann mit der Fliegenangel auch auf Hecht oder andere Raubfische geangelt werden. Die Köder mit welchen Beutefische imitiert werden nennen sich dann Streamer.