Der Angel Test 2016

Angelausrüstung für Anfänger

Was ist passende Angelausrüstung für Anfänger?

Du möchtest gerne Angeln, weißt aber nicht genau was sich für dein Einstieg eignet? Hier bekommst Du eine Übersicht auf was geachtet werden sollte, denn in dem schier unersättlichen Angebot des Marktes ist es anfangs schwer sich zurechtzufinden.

Angelausrüstung für Anfänger

Die Angelrute

Zunächst wird in sogennante Teleskop- und Steckruten unterschieden. Teleskopruten haben einen enormen Vorteil, sie sind aufgrund ihrer kompakten Größe und Länge sehr gut zu transportieren, während Steckruten deutlich länger und damit schlechter zu transportieren sind.

Warum hat dann nicht jeder eine Teleskoprute?

Der Grund ist subjektiv, wenn auch für den Einsteiger nicht sofort greifbar: aufgrund ihrer Bauart haben Steckruten ein klareres/direkteres Gefühl zum Köder, bzw. dem Fisch im Drill, während Teleskopruten schwammiger in dieser Beziehung sind.

Jedoch wichtiger als die Bauart ist das Material aus dem die Angel besteht. Früher diente hier Bambus und gespließtes Holz, was heute nicht mehr eingesetzt wird. Stattdessen verbauen Rutenhersteller heutzutage Aluminium (bei günstigen Ruten), Fieberglas, oder Kohlefaser.

Fieberglas ergibt neben dem meist günstigeren Anschaffungspreis oft steifere Angelruten, wohingegen hochwertige Angeln aus Kohlefaser bestehen. Kohlerfaser bietet den enormen Vorteil, dass hohe Leistungen bei einem extrem niedrigen Gewicht erziehlt werden können.

Die Länge der Rute sollte für den Anfang nicht mehr als 3m betragen.

Ein weiterer wichtiger Parameter stellt das Wurfgewicht der Angel dar. Das Wurfgewicht gibt, wie der Name schon sagt an, welches maximale Gewicht der Köder haben darf, ohne dass die Rute beim Wurf beschädigt wird, oder gar bricht. Unterschritten werden kann diese Angabe durchaus, wobei sich leichte Köder mit schwerem Angelgerät nur schlecht, bzw. gar nicht werfen lassen.

Welche Angelrute eignet sich also konkret für den Einstieg?

Da als Einsteiger ein möglichst großes Spektrum an Angelei mit nur einer Rute abgedeckt werden sollte lautet die Empfehlung für eine Allroundangel:

Spinnrute, Länge 2,70m mit einem Wurfgewicht von 30-60 Gramm.

Die Angelrolle

Zu jeder Rute gehört natürlich auch eine Rolle, doch was gilt es hier zu beachten?

Neben Fliegenrollen, die wiederum eine Sonderposition einnehmen und hier nicht weiter besprochen werden gibt es zwei Arten von Angelrollen:

Stationärrollen und Multirollen

Während bei Multirollen sich die Schnurrolle selbst um die eigene Achse dreht, steht die Selbige bei Stationärrollen fest und ein Bügel dreht sich um die Schnurrolle. Da sich stationärrollen deutlich einfacher werfen lassen und universeller einsetzbar sind, wird zunächst nur auf diese eingegangen.

Die Größe der Rolle und die Bremse spielen neben dem Material wohl die Hauptrollen, da diese dafür ausschlaggebend sind, wie viel Schnur eine Angelrolle fassen kann, bzw. ein Fisch im Drill verloren geht, oder eben nicht. Die Größe erkennt man an den Artikelbezeichnungen von Herstellern, wie z.B. „1500“ und „6000“. Je größer die Zahl, desto größer in der Regel auch die Rolle.

Letztendlich kommt es für Einsteiger darauf an, dass die Rolle nicht zu groß, bzw. zu klein für die dazugehörige Angelrute ist.

Die Rollenbremse sollte sich flexibel und fein einstellen lassen, wobei wichtig ist, dass die Bremse bei maximaler Einstellung auch vollständig blockiert.

Beim Material wäre zu erwähnen, dass sich Plastikrollen aus vielerlei Hinsicht nicht eignen. Da diese Rollen die günstigste Variante darstellen, ist meistens die Bremse ebenso günstig und damit ungenügend.

Welche Angelrolle eignet sich also?

Für den Einstieg ist eine mittelgroße Rolle geeignet, in Zahlen wäre dies ein Modell zwischen 2500 und 4000. Wobei noch mals von Plastikrollen abgeraten wird.

Die Angelschnur

Um die Angelrute zu komplettieren fehlt nur noch eine geeignete Schnur. Grundsätzlich wird hier in zwei Arten unterschieden: monophile und geflochtene Schnur.

Monophile Schnüre sind aus Kunststoff (Nylon), wohingegen geflochtene Schnür aus mehreren geflochtenen Garnen bestehen.

Eine für den Einsteiger sehr vorteilhafte Eigenschaft von monophilen Schnüren ist ihre Dehnbarkeit, denn falls doch ein größerer Fisch am Haken hängt und die Bremse zu fest eingestellt ist, gibt die Schnur noch einen gewissen Puffer ohne den Fisch direkt zu verlieren.

In der Dehnbarkeit monophiler Schnüre liegt gleichzeitig aber auch ein großer Nachteil: angelt man auf größere Distanzen mit einem Gummifisch, hat man durch die Eigendehnung der Schnur keinen direkten Kontakt zum Köder und verpasst möglich den ein oder anderen Biss eines schönen Fisches. Hier kommt die geflochtene Schnur zum Einsatz, da deren Eigendehnung vernachlässigbar gering ist und so stets ein direkter Kontakt zum Köder, bzw. zum Fisch im Drill besteht.

Darüber hinaus sind geflochtene Schnüre abriebfester und haben im Vergleich zu Monophilen eine höhere Tragkraft, können also mit höheren Gewichten (und größeren Fischen) belastet werden ohne einen Schnurbruch zu erlangen, was fatal wäre!

Trotz den Vorteilen der geflochtenen Schnüre ist einem Einsteiger doch eine monophilen Schnur mit einem Durchmesser von ca 0,25 mm zu empfehlen, da die Eigendehnung mit Sicherheit den ein oder anderen Fisch mehr in den Kescher bringt.